Katzen schlafen viel

Katzen schlafen viel: Was normal ist und was nicht

Jochen Gererstorfer

Deine Katze schläft gefühlt 16 Stunden am Tag.
Manchmal wirkt es, als würde sie nur kurz aufstehen für Futter und eine Runde aufs Katzenklo. Vielleicht fragst du dich, ob Katzen viel schlafen und ob da noch alles im grünen Bereich ist.

Die Antwort ist klar: Ja, das ist normal und sogar gesund.

Erwachsene Katzen kommen im Schnitt auf zwölf bis sechzehn Stunden Schlaf pro Tag.
Kitten und Senioren toppen das locker und liegen oft bei bis zu zwanzig Stunden.
Wenn Katzen viel schlafen, folgt das einem alten Bauplan aus ihrer Zeit als Jägerinnen.
Sie sparen Energie für kurze, intensive Phasen mit Spiel, Jagd und rasenden Runden durchs Wohnzimmer.

Klingt nach Faulsein, ist aber kluge Energiewirtschaft.

Zur groben Orientierung hilft dir dieser Überblick:

Schlafbedarf im Überblick

Lebensphase

Schlafdauer pro Tag (Richtwert)

Kitten

18–20 Stunden

erwachsene Katze

12–16 Stunden

Senior

16–20 Stunden

Natürlich bleibt ein Rest Unsicherheit, gerade wenn deine Katze gefühlt nur noch als flauschige Deko auf dem Sofa liegt.

Du willst wissen, ab wann Katzen viel schlafen im Sinn von zu viel schlafen und ob du handeln musst.

Du erfährst gleich, warum dieser Schlafmarathon völlig normal ist, welche Warnzeichen du ernst nehmen solltest und wie du deiner Samtpfote das beste Traumland einrichtest.
Ganz nebenbei kannst du dir ihre Schlafkunst zum Vorbild nehmen und deine eigenen Pausen mit Kaffee und Kuschelmodus planen.

Warum deine Katze ein Schlaf-Champion ist

Katzen wirken wie Profis im Nichtstun, doch hinter dem vielen Schlaf steckt ein sehr aktiver Plan der Natur.
Dass Katzen viel schlafen, hat sich über viele Generationen als Vorteil bewährt.
Auch wenn deine Wohnungskatze nur Trockenfutter jagt, tickt ihr Körper noch wie der einer Wildkatze.
Sie spart Energie, wo sie kann, und ruft sie dann in wenigen Sekunden komplett ab.

„Katzen schlafen nicht zu viel – wir unterschätzen nur, wie anstrengend ihr Alltag als kleine Jäger ist“, erklärt eine Tierärztin mit Schwerpunkt Verhalten oft ihren Halter:innen.

Der Körper einer Katze funktioniert wie ein Hochleistungsmotor mit Turbolader.
Ein Sprung auf den Schrank, ein Sprint hinter der Spielangel her oder das blitzschnelle Greifen nach einem Leckerli kostet enorm viel Kraft.

Um diese kurzen Spitzen zu schaffen, müssen Katzen viel schlafen und ihren Akku ständig wieder aufladen.

Im Gegensatz zum Menschen ist ihr Tag nicht in einen langen Schlafblock und eine lange Wachphase geteilt, sondern in viele kleine Nickerchen und kurze Actionfenster.

Katzen sind von Natur aus dämmerungsaktiv.
Sie legen ihre Wachphasen auf die frühen Morgenstunden und auf den Abend, wenn Beutetiere wie Mäuse unterwegs sind.

Tagsüber ist für sie eher Ruhe angesagt, deswegen wirkt es, als würden Katzen viel schlafen, während du arbeitest oder einkaufst. Wenn du abends müde auf das Sofa fällst, startet deine Katze oft erst so richtig durch, weil ihr innerer Zeitplan anders tickt.

Viele Wohnungskatzen passen ihren Rhythmus zusätzlich an dich an:

  • Sie ruhen, wenn du am Schreibtisch sitzt.

  • Sie werden aktiv, sobald du Feierabend hast.

  • Sie orientieren sich stark an deinen Fütterungszeiten.

Gleichzeitig reagieren sie stark auf Wetter und Jahreszeit, an grauen Wintertagen schlafen Katzen viel mehr als an hellen Frühlingsmorgen. An sehr heißen Sommertagen drosseln sie ebenfalls das Tempo und dösen lieber an einem kühlen Ort, statt lange zu toben.

Auch das Futter spielt eine Rolle, denn schwer verdauliche Nahrung kann müde machen und dazu beitragen, dass Katzen viel schlafen und sich träge fühlen. Mit hochwertigem, gut verträglichem Futter bleibt der Körper eher im Gleichgewicht und die Wachphasen wirken lebendiger.

Dazu kommt der besondere Aufbau des Katzenschlafs mit viel leichtem Dösen, in dem Ohren und Nase wachsam bleiben, und kurzen Tiefschlafphasen mit Träumen, die du an zuckenden Pfoten und wackelnden Schnurrhaaren erkennst.

Wann viel Schlaf ein Warnsignal ist

Katze in Brotlaib-Haltung beim leichten Dösen

Auch wenn Katzen viel schlafen, gibt es einen Punkt, an dem du hellhörig werden solltest.
Es gibt keine feste Stundenzahl, ab der etwas falsch läuft.
Wichtiger ist der Vergleich mit dem Alltag deiner Katze.

Schläft sie plötzlich deutlich mehr, wirkt anders oder verhält sich seltsam, lohnt sich ein genauer Blick.

  • Deine Katze frisst oder trinkt deutlich weniger als sonst. Gleichzeitig schläft sie mehr als gewohnt. Diese Mischung passt nicht mehr zu normalem Katzenschlaf.

  • Du rufst sie und sie reagiert kaum oder gar nicht. Selbst früher geliebte Spiele lassen sie kalt. Dann steckt oft mehr dahinter, als dass Katzen viel schlafen.

  • Sprünge auf Sofa oder Kratzbaum werden gemieden oder sehen unsicher aus. Sie sucht nur noch Plätze am Boden. Schmerzen in Gelenken oder Muskeln sind dann möglich.

  • Das Fell wirkt stumpf oder fettig, weil sie sich seltener putzt. Viele Katzen schlafen viel, wenn ihnen etwas wehtut. Die vernachlässigte Fellpflege ist ein deutliches Warnsignal.

  • Du spürst plötzlich Knochen, die vorher nicht zu tasten waren, oder das Gegenteil, der Bauch legt sichtbar zu. Zusammen mit mehr Schlaf weist das oft auf ein gesundheitliches Problem hin. Hier brauchst du fachliche Kontrolle.

Typische Ursachen, wenn deine Katze deutlich mehr schläft, können sein:

  • Zahnprobleme

  • Magen-Darm-Erkrankungen

  • chronische Themen wie Niereninsuffizienz oder Diabetes

Schmerzen führen häufig dazu, dass Katzen viel schlafen und sich zurückziehen, weil Ruhe ihnen Erleichterung bringt. Auch Stress durch Umzug, ein neues Tier, Streit mit einem Artgenossen oder Langeweile kann deine Katze in den Schlaf treiben.

Wenn dir solche Veränderungen auffallen und länger als ein bis zwei Tage bleiben, solltest du eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Lass lieber einmal mehr prüfen, ob körperlich alles passt.
Findet sich keine organische Ursache, kann eine erfahrene Verhaltensberaterin helfen, Stressquellen zu erkennen und den Alltag deiner Katze ruhiger zu machen.

So schaffst du das perfekte Traumland für deine Samtpfote

Katze schläft am Katzenbaum

Wenn Katzen viel schlafen, wollen sie sich dabei vor allem sicher und geborgen fühlen.
Mit den richtigen Plätzen kannst du viel dafür tun, dass der Schlaf deiner Samtpfote wirklich erholsam ist.

Du benötigst dafür kein teures Zubehör, sondern eher ein gutes Auge für ihre Vorlieben.

  • Wärme macht viele Katzen glücklich, deshalb suchen sie gern Heizung, Fensterbank oder Sonnenspot. Eine einfache Decke oder ein Kissen reicht meist schon. Dort können sie länger und tiefer schlafen.

  • Genauso wichtig sind Ruhe und Sicherheit fern von Türen und Lautsprechern. Schlafplätze an solchen Orten helfen, dass Katzen viel schlafen können, ohne ständig zu erschrecken. Ein geschützter Winkel hinter einem Sessel funktioniert dafür sehr gut.

  • Erhöhte Liegeflächen geben vielen Katzen das Gefühl, alles im Blick zu haben. Ein Brett am Kratzbaum oder eine Box auf dem Schrank erfüllt diesen Wunsch. Höhlen oder Kartons bringen zusätzlich ein Gefühl von Geborgenheit.

Am besten bietest du mehrere solcher Plätze an, die sich in Höhe, Temperatur und Lage unterscheiden. Deine Katze entscheidet dann je nach Stimmung, ob sie lieber warm eingekuschelt oder etwas kühler und höher liegen möchte.

Für ältere Tiere oder Katzen mit Gelenkproblemen lohnt sich ein weicher, stützender Schlafplatz, damit sie nach vielen Stunden Schlaf nicht steif aufstehen.

Auch die Schlafposition sagt viel aus:

  • Eingerollt schützt deine Katze Bauch und Organe, während sie Wärme speichert – das ist der klassische Standard.

  • Liegt sie lang auf der Seite, ist sie tiefenentspannt und fühlt sich in ihrem Umfeld sehr sicher.

  • Schläft sie auf dem Rücken mit offenem Bauch, vertraut sie dir vollkommen, denn diese Haltung ist für sie eigentlich verwundbar.

  • Sitzt sie dagegen wie ein Brotlaib mit unter dem Körper versteckten Pfoten, döst sie nur leicht und bleibt sprungbereit.

Wenn deine Katze nachts trotzdem zur Rennmaschine wird, hilft eine ausgiebige Spieleinheit am Abend beim Einschlafen.
Du kannst diese ruhige Zeit danach für dich nutzen, etwa mit einem guten Kaffee in einer Keramiktasse von KaffeeMiau und einem kuscheligen, biozertifizierten, fair produzierten Hoodie.

So entsteht ein kleines Ritual, bei dem deine Katze zufrieden schnurrt und du selbst einen Moment bewusste Pause bekommst.

„Wer seiner Katze sichere Schlafplätze bietet, bekommt dafür oft ein entspannteres Tier – und mehr Harmonie im Alltag“, berichten viele Verhaltenstrainer:innen aus ihrer Praxis.

Fazit

Entspannte Katze schläft auf dem Rücken

Wenn dir auffällt, dass Katzen viel schlafen, liegst du richtig, denn sechzehn Stunden sind für erwachsene Tiere ganz normal. Der lange Schlaf gehört zu ihrem Jägerinnen-Programm und spart Energie für kurze Phasen voller Spiel und Action.
Wichtiger als jede Zahl ist, ob sich Appetit, Gewicht, Fellpflege oder Verhalten plötzlich verändern.

Mit sicheren, bequemen Schlafplätzen unterstützt du diesen Rhythmus und machst deiner Katze das Leben angenehm.

Während sie ihr Pensum wegschlummert, gönnst du dir eine Pause mit gutem Kaffee, vielleicht aus einer Tasse von KaffeeMiau, und bleibst gelassen.
So bleibt deine Katze ausgeschlafen und du entspannt, und falls sich ihr Schlaf einmal deutlich verändert, weißt du jetzt, dass ein genauer Blick sinnvoll ist.

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